Gestaltung
Die Ensemblegestaltung ist abwechslungsreich und nimmt dabei wichtige Bezüge aus der baulichen Umgebung auf. Ihre Verschiedenartigkeit ist ausdrücklich gewünscht, die genaue Form, Lage und Größe der Fenster und Balkone wird jedoch erst mit den Planern und Nutzern erarbeitet und hat im Modell nur Vorschlagscharakter.Der Eckpfeiler hat Solitärform in Anlehnung an die Speichergebäude auf der anderen Flußseite und schafft einen visuellen Anker bei der Annäherung über die Oberbaumbrücke. Seine Backsteinverblendungen sind eine Reminiszenz an den Altbau Oberbaumstr. 10, wie auch an die Oberbaumbrücke und laden mit den Klinkereckbändern, welche in Struktur und Farbigkeit dem ehem. Eierkühlhaus (jetzt Universal) gleichen, zum „Brückendialog“.
Der Atelierriegel mit Glasdach und das Langhaus mit Loftturm schaffen ähnliche Kontraste zwischen gläsernen und steinernen Räumen wie „Watergate“ und „Königstädtische Dampfwaschanstalt“ an der Flußkante.
Das Langhaus setzt sich mit der Formensprache klassischer Moderne vom benachbarten solitären Altbau Schlesische Straße 42 ab. Der aufgesetzte Loftturm als „Eckzeichen“ ist ein Echo auf den umgebauten Narva/Osramturm.
Eine Blockrandschliessung komplett in Traufkantenhöhe ist nach unserer Ansicht viel zu massiv. Wechselnde Traufhöhen schaffen Sichtachsen, sind stadtklimatisch sinnvoll und visuell als spezielle „Kreuzberger Stadtfigur“ interessant (siehe die wechselvolle Baugeschichte im Verlauf der Schlesischen Str. mit 2 bis 7geschossigen Gebäuden) und von hohem Wiedererkennungswert.
Begrünung
Hof: großer Birkenhain mit Blumenbändern auf 150 m2, circa 1,20 m angehoben mit Natursteinumfassung und darin eingearbeiteten Sitzbänken, darunter befindlicher Regenwassertank (Zuleitung aus allen Regenfallrohren)Eckpfeiler Hofseite: Rankgerüste + begrünte Loggien (Wintergärten - Sonnenseite)
Flachdach Falckenflügel: Steingarten mit Schwitzhütte
Flachdach Langhaus: Schattengarten unter Solarpergola mit Flachwasserbecken.
Vogelschau mit Sonneneinfall wie am 27. März um 10 Uhr 44
