Ausgangslage
Die Schlesische Str. 42 + Oberbaumstr. 10 bilden ein hervorragend vernetztes, gemischtes Gewerbeobjekt mit gemeinschaftlichem Anspruch im ohne Fördermittel eigensanierten, denkmalgeschützten Gebäudebestand auf der Schnittstelle zwischen Handwerk und Design, Kunst, Gastronomie und Veranstaltungen, ganz im Sinne einer attraktiven „Neuen Kreuzberger Mischung“.Hier siedelten sich junge Existenzgründer an, schufen mehr als 30 Arbeitsplätze und vernetzten sich sowohl untereinander wie auch mit der lokalen Umgebung. Die Mieten sind ausgesprochen günstig (1,50 € - 3,20 € pro m2) und ermöglichen, zusammen mit der erhaltenen Infrastruktur der vormaligen Spiralfedernfabrikation (Lastenfahrstühle, Kräne, Laufkatzen), nachhaltige unternehmerische Perspektiven auf dem Produktions- und Dienstleistungssektor.
Vorgeschichte
Wir bemühen uns seit Jahrzehnten Teile des Grundstücks zu erwerben. Dies war in den 60ern/70ern unmöglich aufgrund einer überambitionierten Verkehrsplanung, die auch den Fortbestand unserer Altbauten bedrohte. Danach blieb die Fläche unverkäufliches Nichtbaugebiet zugunsten einer umfassenden Grünzugplanung. Nach Mauerfalleuphorie und neuen Verdichtungsüberlegungen laut Planwerk Innenstadt, sowie der deutlich werdenden Haushaltsmisere, wollte das Bezirksamt an uns verkaufen, musste aber feststellen, dass es nicht mehr Inhaber war.Unsere Verhandlungen mit dem neuen Inhaber – dem Liegenschaftsfonds – wurden durch ein angebliches Veto der Stadtplanung („erstmal B-Plan aufstellen“) auf Eis gelegt. Es bildete sich damals die Speeedinvestorgruppe, die durch innovative Konzepte einen überstürzten Ausverkauf des Geländes verhindern wollte. Dann herrschte jahrelang Ruhe. Turnusmäßige Nachfragen beim Liegenschaftsfonds ergaben stets, daß sich bisher keine nennenswerten Investoren gezeigt hätten – und weiterhin kein B-Plan bestehe.
Vor zwei Jahren wurde das Gelände plötzlich mit circa 30 anderen Flächen in einem „Paket“ Großinvestoren angeboten. Dieser Verkauf wurde jedoch aufgrund massiver Proteste anderer Betroffener schließlich vom Abgeordnetenhaus wegen fehlender Transparenz gestoppt.
